Professionalität und soziale Verantwortung erfordert pädagogische Fachkräfte, die ihre Aufgaben verantwortungsbewusst, klientenzentriert und im Rahmen der Gesetze und Richtlinien wahrnehmen.
Professionelles Arbeiten erfordert zudem ein authentisches Interesse, an den individuellen Bedürfnissen der Klient*innen, sowie die Absicht und die Fähigkeiten, die Problemlagen mit den Klient*innen gemeinsam adäquat, d.h. im Rahmen und unter der Beachtung der Kriterien der Sozialpolitik, zu bearbeiten.
In unserer Arbeit mit den Familien zeigen wir Handlungsmöglichkeiten auf und schaffen gemeinsam mit diesen nachhaltige Grundlagen zur Bewältigung von Krisen. Zudem ziehen wir zur fachlichen Ergänzung soziale Einrichtungen und fachspezifische Kolleg*innen hinzu. Die Klient*innen können so in der Entwicklung von Bewältigungsstrategien und individuellen Hilfesystemen unterstützt werden. Das Erleben von Selbstwirksamkeit, Selbstreflexion sowie Empowerment (Hilfe zur Selbsthilfe) sind weitere Grundlagen der sozialen Verantwortung.
Unsere pädagogischen Fachkräfte sind gemäß ihrer Profession verpflichtet, niemanden aufzugeben, solange niemand sich selbst aufgibt und Hilfe in Anspruch nehmen möchte.
Die Institution Familie hat sicherlich in jeder Kultur einen besonderen und wertvollen Stellenwert. Dennoch existieren in diversen Kulturen unterschiedliche Familiensysteme, -werte und -normen. Seit Dekaden durften wir in Deutschland, durch die Zuwanderung von Menschen mit unterschiedlichen Familienvorstellungen und -systemen unsere Erfahrungen machen. Menschen mit Migrationshintergrund (sowohl Eltern als auch Kinder) wird es in Deutschland oft schwer gemacht, in ihrer diverskulturellen Lebensweise ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben zu führen. Sie erleben nicht selten ein abschätziges Reagieren auf ihre kulturelle und/oder religiöse Orientierung und fühlen sich in ihrer Ganzheit nicht angenommen und wertgeschätzt. Differenzen zwischen dem innerfamiliären Sprachgebrauch und der deutschen Normsprache sowie ein unterschiedliches Interpretieren und Leben kultureller und religiöser Regeln und Werte, sowohl durch die Eltern, die Kinder aber auch gesamtgesellschaftlich, können Faktoren für innere und äußere Konflikte sein.
Dies erschwert den Austausch und somit den Aufbau von unterstützenden Strukturen von/für Familien mit Migrationshintergrund.
Wir, als FsD-Niederkassel, sind uns über eben diese Spannungsverhältnisse und die daraus entstehenden Problemlagen bewusst und können auf diese reagieren. Wir arbeiten daher mit adäquat ausgebildeten Fachkräften sowohl mit Familien ohne, als auch spezialisiert mit Familien mit Migrationshintergrund.
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